Bei dynamischen Tarifen richtet sich der Arbeitspreis für Strom nicht nach einem festen Betrag pro Kilowattstunde (kWh), sondern nach dem Day-Ahead-Preis an der Strombörse. Wenn viel Strom erzeugt wird, aber nur wenig verbraucht, sinken die Börsenpreise. Wenn hingegen viel Strom verbraucht und wenig eingespeist wird, steigen sie. Konkret orientiert sich der Strompreis von Fairster Flex am Börsenpreis der EPEX SPOT, der für jede Viertelstunde neu festgelegt wird.
Einen monatlichen Grundpreis zahlst du unabhängig von deinem Verbrauch sowohl in dynamischen Tarifen als auch in Standard-Stromtarifen.
Der Strompreis kann sich mehrmals täglich verändern
Je nachdem, wann Strom verbraucht wird, fällt der Preis höher oder niedriger aus. Niedrige Preise sind ebenso möglich wie deutlich höhere – diese Schwankungen gehören grundsätzlich zum Konzept aber auch Risiko eines dynamischen Tarifs. Wenn du dich für einen dynamischen Tarif entscheidest, empfehlen wir, dass du täglich einen Blick in die aktuellen Börsenpreise wirfst. Abgrenzung zu Festpreistarifen: Bei Festpreistarifen wie beispielweise dem Fairster Original Tarif bleibt der Arbeitspreis über die Vertragslaufzeit stabil. Bei dynamischen Tarifen wie dem Fairster Flex Tarif gibt es dagegen keine Preisgarantie. Der Tarif bietet Chancen, birgt aber auch Risiken – insbesondere bei wenig flexiblem Stromverbrauch. Zu beachten ist auch: Im dynamischen Tarif Fairster Flex ist kein Puffer für die Jahresgutschrift „FairShare“ enthalten. Von dieser profitieren entsprechend nur Kundinnen und Kunden in unseren Fairster Orignal Tarifen mit regulärer Vertragslaufzeit.

Voraussetzung für den dynamischen Tarif
Für die Nutzung dynamischer Tarife, wie Fairster Flex einer ist, ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter / iMSys) zwingend erforderlich. Nur mit diesem Zähler kann der Stromverbrauch im 15‑Minuten‑Takt gemessen und den jeweiligen Börsenpreisen zugeordnet werden.
Wichtiger Hinweis
- Ein digitaler Stromzähler ist kein Smart Meter
- Ein Smart Meter muss die gesetzlichen Anforderungen des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) erfüllen
- Installation, Betrieb und Abrechnung des Smart Meters sind nicht Teil des Tarifs
Erst mit einem solchen Zähler ist eine korrekte, dynamische Abrechnung möglich.
Wenn noch kein Smart Meter vorhanden ist
Ist zum Lieferbeginn noch kein Smart Meter installiert, erfolgt bei Fairster die Stromversorgung automatisch im Fairster Original Tarif. Sobald der Smart Meter einsatzbereit ist, wird die Belieferung nahtlos auf den Fairster Flex Tarif umgestellt.
- Es entsteht keine Versorgungslücke
- Die Dauer der Installation hängt vom Messstellenbetreiber und von der Region ab
- Fairster kann hierbei keine festen Zeitversprechen machen, da dies von externen Dienstleistern abhängt. Es handelt sich in der Regel um ein paar Monate.
Was kostet ein Smart Meter?
Die Kosten für ein Smart Meter (intelligentes Messsystem/ iMSys) sind in Deutschland gesetzlich gedeckelt und hängen vom jeweiligen Stromverbrauch bzw. von der Nutzung ab.
Für die meisten privaten Haushalte liegen die jährlichen Kosten laut Messstellenbetriebsgesetz bei rund 20 bis 50 Euro pro Jahr. Der genaue Betrag wird vom zuständigen Messstellenbetreiber festgelegt und direkt mit diesem abgerechnet. Wird ein Smart Meter freiwillig und nicht aufgrund einer gesetzlichen Pflicht eingebaut, können die jährlichen Kosten höher ausfallen – in vielen Fällen bis zu etwa 100 Euro pro Jahr.
Wichtig zu wissen: Kosten für Einbau, Betrieb und Abrechnung des Smart Meters fallen außerhalb des Fairster Flex Tarifs an und werden direkt zwischen dem zuständigen Messstellenbetreiber und den Kundinnen und Kunden vereinbart.

Ist der dynamische Tarif die richtige Wahl?
Ein dynamischer Stromtarif kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn größere und flexibel steuerbare Stromverbraucher wie eine Wärmepumpe oder ein Elektrofahrzeug, das man gezielt zu günstigeren Zeiten laden kann, vorhanden sind.
Dynamische Tarife bieten zwar viel Flexibilität, ein finanzieller Vorteil entsteht aber nur, wenn sich der eigene Verbrauch zuverlässig in die günstigen Zeiten verlagern lässt – diese Verantwortung liegt komplett bei dir.
Gleichzeitig schwanken die Preise kontinuierlich nach den Börsenwerten. Steigen die Marktpreise, steigt automatisch auch die dynamische Komponente deines Arbeitspreises – besonders spürbar in Krisenzeiten. Da wir die Börsenpreise nicht beeinflussen können und keine verlässlichen Daten zur künftigen Entwicklung vorliegen, basiert die Schätzung der dynamischen Komponente auf den Durchschnittswerten der vergangenen Monate.
Zudem ist ein Smart Meter (intelligentes Messystem / iMSys) erforderlich, der zusätzliche Gebühren verursacht. Für viele Haushalte bedeutet das: mehr Aufwand, weniger Planbarkeit, weniger Kostenkontrolle. Deshalb bleibt für die meisten der stabile, transparente Fairster Original Tarif die verlässlichere Wahl.
Der Fairster Flex Tarif enthält keine Aufschläge für unser Strukturierungsbudget. Bei diesem handelt es sich um unseren Risikopuffer für das Management des Stromportfolios, aus dem sich dann unsere FairShare-Jahresgutschriften speisen. Da nicht in das Strukturierungsbudget eingezahlt wird, gibt es im Fairster Flex Tarif entsprechend auch keine Jahresgutschriften.


